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EventsSind Run & Raves das neue Clubbing?
Neun Münchner Run Clubs, 200 ausverkaufte Plätze, zwei DJs auf Lastenrädern und ein Kabel, das direkt nach dem Start den Geist aufgab. So lief unser bisher größter Lauf, und darum sind über 150 Leute zu einer Clubnacht ganz ohne Alkohol geblieben.
- 200+ Läufer:innen
- 9 Run Clubs
- Ausverkauft
Mit Mizuno · Be-Kind · SHAKEROOM · NaturaleBio
Kurz und knapp
Am Mittwoch, dem 7. Oktober, vier Tage vor dem München Marathon, haben sich mehr als 200 Läufer:innen aus neun Münchner Run Clubs im Karls in der Sonnenstraße getroffen: Run and Chill, NymphenRuns, Kinto Running Club, SOYL, Founders Running Club, Latin Crew, No PB Run Club, pure. movement und beatletics. Mit Knicklichtern und zwei DJ-Bikes sind wir 8 km durch die Dunkelheit gelaufen, sind danach zurück in den Club und haben bis 22:30 mit Proteinshakes in der Hand getanzt.
Es war der größte Lauf, den wir je organisiert haben. Alle 200 Plätze waren ausverkauft, 78 Leute standen noch auf der Warteliste, und ja, wir würden es morgen wieder machen. Vielleicht diesmal mit Ersatzkabel ;)

Neun Clubs, eine Startlinie
Organisiert haben wir den Abend zusammen mit NymphenRuns, und sieben weitere Clubs waren dabei: Kinto Running Club, SOYL, Founders Running Club, Latin Crew, No PB Run Club, pure. movement und beatletics.
München hat jede Menge Run Clubs, und normalerweise macht jeder sein eigenes Ding an seinem eigenen Abend. Uns alle gleichzeitig auf eine Straße zu bringen, fühlte sich ein bisschen an wie ein Klassentreffen, nur dass wirklich alle Lust darauf hatten.
Möglich gemacht hat das Ganze Mizuno. Alle Läufer:innen bekamen ein kostenloses Event-Shirt und konnten beim Lauf die neuesten Mizuno-Schuhe testen. Auf dem Shirt steht LET'S RUN MUC, die Buchstaben sind mit dem Münchner Stadtplan gefüllt, und darunter sitzen die Logos aller neun Clubs. Im Karls lagen Neonmarker bereit, also haben viele ihr eigenes Shirt ausgemalt. Innerhalb der Linien ist niemand geblieben.


Erst ein Panel, dann der Lauf
Bevor auch nur ein Schuh geschnürt war, gab es im Karls ein Marathon-Panel. Mizunos Community Lead und ich haben allen Expert:innen ein, zwei Fragen gestellt, danach war das Publikum dran:
- Benedikt Jany, Mizuno-Athlet, über Pacing-Strategien und das, was einen viele Jahre Rennerfahrung lehren
- Peter M. Gottwald, Gründer von SmartRunning, seit mehr als 20 Jahren Lauftrainer und Streckenvermesser für World Athletics, er weiß also genau, wie lang 42,195 km wirklich sind
- Julia Rieger von Tough Cookies Running, Lauftrainerin und Trailrunnerin, darüber, wie man heil an die Startlinie kommt
- Ralph Damrau, Instructor für die Wim-Hof-Methode und Oxygen Advantage Coach, Ingenieur, Vater von zwei Kindern und Läufer seit seiner Jugend, über Atmung und Nervosität vor dem Rennen
- PD Dr. Daniel Berthold, Privatdozent und ärztlicher Direktor am OrthoCenter München, über die Wehwehchen, die sich so gern in der Rennwoche melden
- Julia Cetin, Sportpsychologin bei sportmental, über Nervosität, Zweifel und die mentale Seite der Rennwoche


Wie du losläufst, wann du dich zurückhältst und was du tust, wenn es bei Kilometer 35 hart wird. Nützliches Wissen vier Tage vor einem Marathon, und deutlich günstiger, als es selbst herauszufinden.
8 km, zwei DJ-Bikes und ein kaputtes Kabel
Der Plan war simpel: zwei DJs auf zwei Lastenrädern, Musik von der Spitze der Gruppe bis ans Ende, 8 km in entspanntem Tempo von etwa 6:30 pro Kilometer, durch die Stadt und an der Isar entlang, dann zurück ins Karls.
Der Plan hielt bis kurz nach dem Start. Ein Kabel ging kaputt, und die Musik von einem der DJs war einfach weg. Für einen Moment lief die halbe Gruppe einen sehr leisen Rave.
Also haben wir improvisiert. Bluetooth, ein Handy, SoundCloud und ein DJ, der unterwegs vom Rad aus gemixt hat. Nicht gerade das Set, von dem man träumt, aber es hat funktioniert, und ehrlich gesagt hat es den Lauf sogar besser gemacht. Ein gutes Comeback mögen einfach alle.


Eine Afterparty, an die du dich am nächsten Morgen erinnerst
Zurück im Karls gab es eine richtige Clubnacht, nur ohne Alkohol. Shakes von SHAKEROOM, Proteinriegel von Be-Kind, Kakao-Proben von NaturaleBio und Mocktails an der Bar. Alle wollten fit fürs Rennwochenende sein, deshalb war um 22:30 Schluss.
Und darauf sind wir am meisten stolz: Mehr als 150 Leute sind geblieben. An einem Mittwoch. Nüchtern. Nach 8 km. Falls du jemals einen Beweis gebraucht hast, dass Läufer:innen kein Bier brauchen, um schlecht zu tanzen: Hier ist er :)




Danke
An NymphenRuns, dass ihr das mit uns organisiert habt. An Kinto Running Club, SOYL, Founders Running Club, Latin Crew, No PB Run Club, pure. movement und beatletics, dass ihr eure Leute mitgebracht habt. An Mizuno für die Shirts, die Testschuhe und die Fotos. An das Karls, dass ihr 200 verschwitzte Läufer:innen in einen Nachtclub gelassen habt. An SHAKEROOM, Be-Kind und NaturaleBio für die Verpflegung. Und an die DJs, die weitergespielt haben, als die Technik es nicht mehr tat.
Bis zum nächsten Mal
Wir machen das wieder. Bis dahin laufen wir jede Woche: sonntags ein entspannter Social Run mit Brunch im Convivio danach, und mittwochabends Intervalle. Du musst nicht schnell sein und du musst niemanden kennen. Schau dir den Plan an und komm einfach vorbei.
Fotos: Mizuno Running.
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